Das Exklusiv-Interview: 10 Fragen zur Bürgermeisterwahl in Linsengericht an Kandidatin Nicole Dein

1) Frau Dein, wie haben Sie eigentlich das Wahljahr 2026 begonnen?
Nunja, da unsere Tochter bei einer Freundin Silvester feierte und unser Sohn mit seiner Freundin und einer Gruppe junger Leute bei uns zu Hause feierte, hat mich mein Mann mit einer Übernachtung in Fulda überrascht, wo wir nach einem Kaffee den Silvestergottesdienst im Dom besuchten und einem anschließenden leckeren Abendessen das Feuerwerk vom obersten Stockwerk aus unserem Hotelzimmer bestaunen konnten. Nach einem leckeren Frühstück besuchte ich mit meinem Mann noch meine Eltern für einen Neujahrsgruß und danach ging es dann zurück zu den Kindern in unser schon weitestgehend aufgeräumtes Zuhause… 😊
2) Und was war im Januar und Februar bei Ihnen und der Bürgerliste danach dann so alles los?
Diese Zeit stand natürlich ganz unter dem Stichwort „Wahlwerbung“, aber Fasching und andere Veranstaltungen kamen auch nicht zu kurz:
Anfang Januar besuchte ich mit der Bürgerliste den Festabend des Dorfvereins anlässlich des Jubiläums 700 Jahre Lützelhausen. Zudem standen mehrere Interviewanfragen, Fototermine und vor allem die Gestaltung und Feinabstimmung unserer dritten Broschüre, sowie verschiedener Plakate und Banner im Vordergrund.
Auch der Wahlkampf der Fraktion, der unter anderem mit dem Besuch verschiedenster Faschingsveranstaltungen, sowie der Organisation eigener Dorfgespräche in Gaststätten und an einigen anderen markanten Orten weitergeht, wurde nach den Weihnachtsferien im Januar geplant.
Ende Januar und Anfang Februar startete dann die Verteilung unserer dritten Broschüre, in der ich einige meiner Wahlziele präsentiere, in einem buchstäblichen „Winterwahlkampf“ bei Schnee und Eis. Außerdem finden sich darin die Wahlziele und die Gemeindevertretungskandidatinnen und -kandidaten der Bürgerliste Linsengericht, sowie die Linsengerichter Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag des Main-Kinzig-Kreises.
Am letzten Januarwochenende besuchten wir mit einer Abordnung die 2. Faschingssitzung des Kultur-, Sport- und Geselligkeitsvereins FIDELIO ALTEHASSLAU e.V. im dortigen Bürgersaal, nachdem einige unserer Mitglieder dort bereits am Vorabend beim Thekendienst im Einsatz waren.
Ab Montag, den 2. Februar 2026 durfte dann plakatiert werden, was unser Team von der Bürgerliste auch in allen Linsengerichter Ortsteilen fleißig für die Bürgermeister-, die Gemeindevertretungs- und die Kreistagswahl tat und auch einige Großbanner der Fraktion aufhängte. Vielen Dank an alle fleißigen Helferinnen und Helfer!
3) Was ist denn in den nächsten Wochen noch alles geplant?
Nach dem Faschingswochenende laden wir die Bürgerinnen und Bürger für den 18. Februar zu einem Austausch im Rahmen unseres Kommunalpolitischen Aschermittwochs um 19:00 Uhr in das Geislitzer Hasenheim ein.
An den darauffolgenden 3 Samstagen 21.02., 28.02. und 07.03. planen wir Vormittags jeweils Wahlkampfstände an verschiedenen Orten in Linsengericht, die demnächst noch entsprechend beworben werden. Und am Wochenende darauf ist es ja dann schon soweit…
4) Genau, dann steht ja schon der Wahlsonntag an. Was raten Sie denjenigen Bürgerinnen und Bürgern, die am 15. März nicht in einem Wahllokal wählen können?
Seit Anfang Februar können die Linsengerichterinnen und Linsengerichter für die Bürgermeister- und Kommunalwahl auch Ihre Briefwahlunterlagen online beantragen, den entsprechenden Link finden Sie auf der Startseite von www.buergerliste-linsengericht.de.
Man bekommt dann die Stimmzettel und eine Anleitung nach Hause gesandt und kann sich alles in Ruhe durchlesen und anschauen, um dann Wahlvorschlag 2 bei der Bürgermeisterwahl und Liste 6 auf Gemeinde- und Kreisebene anzukreuzen. 😉 Danach müssen die Unterlagen zeitnah und in den entsprechenden Umschlägen zurück ins Rathaus in der Amtshofstraße in Altenhaßlau.
5) Stichwort Rathaus: Warum möchten Sie eigentlich Bürgermeisterin in Linsengericht werden?
Ich möchte Bürgermeisterin werden, weil mir Linsengericht als Heimat in den letzten 18 Jahren sehr ans Herz gewachsen ist und ich meine beruflichen und kommunalpolitischen Erfahrungen gerne dafür einsetzen möchte, dass unsere Gemeinde ein l(i)ebenswerter und schöner Ort bleibt, trotz der vor uns liegenden Herausforderungen. Aktuell ist ein guter Zeitpunkt, da die Bürgerliste ein sehr starkes und von der jeweiligen Expertise her facettenreiches Team aufstellt, sodass wir gemeinsam für Linsengericht viel bewirken können.
6) Und warum sind ausgerechnet Sie die geeignete Person für dieses Amt?
Nach meinem Abitur machte ich eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten hier bei der Gemeinde Linsengericht. Anschließend absolvierte ich beim Main-Kinzig-Kreis ein duales Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin und arbeitete seit 2004 in verschiedensten Bereichen der Kreisverwaltung.
Während meiner beruflichen Laufbahn habe ich verschiedenste Fortbildungen – wie zum Beispiel systemische Beraterin – und praktische Erfahrungen als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte hinsichtlich Personal- und Personalvertretungsrecht im öffentlichen Dienst und weitere Kompetenzen erworben, die eine Rathauschefin aus meiner Sicht benötigt.
7) Worauf wollen Sie in der kommenden Legislaturperiode die Schwerpunkte Ihrer politischen Arbeit legen?
Die Rathausöffnungszeiten möchte ich so verändern, dass zumindest an gewissen Zeiten auch Besuche wieder ohne Termin möglich sind. Zudem soll ein jährlicher Neubürgerempfang der Gemeinde mit interessierten Vereinen, die sich dort vorstellen können, eingeführt werden, um Neu-Linsengerichter von Anfang an gut zu integrieren.
Für jedes neugeborene Kind im Linsengericht möchte ich durch unsere Forstleute einen Baum im Gerichtswald pflanzen lassen, um diesen langfristig und für die kommenden Generationen zu erhalten. Zudem möchte ich alle Ausgaben der Gemeinde hinsichtlich ihrer Höhe und ihrem Nutzen und Zweck auf den Prüfstand stellen, um den gemeindlichen Haushalt in den Griff zu bekommen.
Neben den in den letzten Jahren im Vordergrund stehenden Investitionen wie Kindertagesstätten, Feuerwehren und Rathaus sollte sich die Gemeinde jedoch auch im Seniorenbereich dahingehend engagieren, dass mit geeigneten Partnern weitere Pflege- und Kurzzeitpflegeplätze geschaffen werden, um Familien zu entlasten und älteren Generationen eine würdige Betreuung zukommen zu lassen. Dies wird aufgrund des demographischen Wandels immer wichtiger.
8) Wie sehen Sie Ihre Chancen, am 15. März tatsächlich in das Amt der Bürgermeisterin gewählt zu werden?
Bei 6 Kandidatinnen und Kandidaten ist eine Prognose naturgemäß schwierig, aber ich rechne mir durchaus Chancen auf die Stichwahl aus und dann wird man sehen.
9) Welche Stimmen welcher anderen dann „ausgeschiedenen“ Kandidatinnen und Kandidaten erhoffen Sie sich für eine mögliche Stichwahl?
Sorry, aber das kann man doch im Vorfeld bei einem solch offenen Rennen noch gar nicht wissen. Wenn die Wahlergebnisse feststehen, werden wir uns innerhalb der Bürgerliste treffen, um a.) die Ergebnisse analysieren und b.) dann je nach Situation unsere entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen.
10) Wenn Sie die Wahl für sich entscheiden können – was wird Ihre erste Amtshandlung sein?
Dies werden realistisch gesehen sicherlich erste Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Rathaus, Bauhof und Kindertagesstätten über aktuelle Probleme und um sich noch besser kennenzulernen sein.
Vielen Dank!